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Mittwoch, 18. Mai 2016

Krautgartenkollateralschaden

Krautgartenkollateralschaden - wer lässt sich eigentlich solche Wörter einfallen? Ts, ts, ts!

Das was Ihr auf dem Foto seht, ist ein Radicchio.

Nein, es ist kein Suchbild und ich meine auch weder das Rote im Glas noch den roten Ahorn sondern wirklich Tisch und Stühle. 

Als ich noch das Feld hatte und vor lauter Vorstandsgetue zu nichts kam, schon gleich gar nicht zum Vorziehen von Pflanzen, habe ich ab und an Pflänzchen zugekauft. An diesem Tag sollten es ein paar Radicchiopflänzchen werden. Der grüne Salat auf dem Feld ist mir reihenweise - nicht von Schnecken, da es die im ersten Jahr kaum gab - von Drahtwürmern vernichtet worden. Blöde Viecher! Da schaut alles gut aus und plötzlich ist der komplette Salatkopf welk. Es hat eine Weile gedauert bis ich hinter den Übeltäter kam. Aber dann habe ich zumindest immer solange unter dem Salat rumgegraben bis ich die Larve ausgebuddelt hatte. Nichtsdestotrotz war das bestenfalls eine prophylaktische Maßnahme.

Angeblich sollen die Larven des Schnellkäfers Radicchio wegen der Bitterstoffe meiden und so wollte ich die Lücken entsprechend auffüllen. Mir  machen die Bitterstoffe nämlich nichts aus.

Blöd nur wenn auf dem Weg zu den Jungpflanzen ein Gartenmöbel-Abverkauf mit drastischen Reduzierungen ist. 

Also: Augen auf beim Pflanzenkauf! So ein Kollateralschaden kostet nämlich auch reduziert ein bisschen mehr als Radicchio. Allerdings kann man auf ihm auch viel besser den Wein abstellen. Prost!


Mittwoch, 29. Juli 2015

Jetzt wird's bunt auf dem Teller

Am Wochenende habe ich angefangen, das Krautgartenfeld abzuräumen. Sprich, ein paar Pflanzen zu ernten, die den Schnecken- und sonstigen Fraß überlebt haben, und die ersten Frühkartoffeln auszubuddeln.

Als mittelfrühe Kartoffelsorte hatte ich schon Ende März eine farbige Kartoffel namens Blauer Schwede oder auch Blue Congo gepflanzt. Die Saatkartoffeln haben sich problemlos vortreiben lassen und wurden auch von den Schnecken verschont. Ich hatte zwei Reihen auf dem Feld gepflanzt und nachdem die 130 Reifetage bereits um sind, habe ich die erste Reihe ausgegraben. Blaue Kartoffeln hatte ich noch nie - weder selbst gekauft noch selbst gezogen - und somit war ich ziemlich neugierig auf das Ergebnis.





Montag, 8. Juni 2015

Krautgarten Bestandsaufnahme Juni 2015

Nachdem die Krautgartensaison in vollem Schwung ist, habe ich letzte Woche mal eine kleine Bestandsaufnahme auf der Parzelle gemacht. Irgendwie ist dieses Jahr der Wurm drin oder die Schnecke oder beides oder ganz was anderes.

Im November direkt am Feld gesät:
Erbse Feltham First - die Reifezeit soll bei Herbstaussaat etwa 220 Tage betragen. Im März / April waren zwei Pflänzchen zu sehen. Mittlerweile sind auch die verschwunden. Sonst ist nichts mehr aufgegangen.






Erbse Sima - Ernte sollte ab Mai möglich sein. Keine Erbse aufgegangen.

Dicke Bohnen Aguadulce. Zwei Pflanzen sind gewachsen. Im April habe ich ein paar Pflanzen auf der Fensterbank vorgezogen und Ende April aufs Feld verpflanzt. Beim Einbuddeln habe ich einige der alten Bohnen entdeckt. Sie waren alle durchlöchert.


Salate Arctic King und Valdor - Ernte sollte im Frühjahr erfolgen. Aufgegangen ist kein einziger Samen. Von den im April eingesetzten 10 Pflanzen, die ich auf der Fensterbank vorgezogen habe, sind bis auf 3 alle verschwunden.

Rote und weiße Zwiebeln - alle Reihen sind im Frühjahr schön aufgelaufen und jetzt verschwunden.

Knoblauch - der schaut gut aus und das freut mich, denn gerade im Sommer steigt unser Knoblauchverbrauch enorm.

Im März direkt am Feld gesät:
Rote Bete Chioggia, verschiedene Karottensorten, Radieschen und Kalifornischer Mohn.
Alle Samen waren auf unseren selbstgebastelten Saatbändern und ich habe Vlies drübergelegt. Gekeimt haben ein paar Radieschen. Mittlerweile ist nichts mehr zu sehen.
Am Saatgut kann es nichtliegen, denn die Saatbänder habe ich auch im Schrebergarten eingesetzt. Dort haben wir schon fast alle Radieschen verspeist (zart aber scharf!) und die anderen Samen gehen auch alle auf.

Zwei der vorgekeimten Kartoffelsorten durften auch schon im März unter die Erde. 

Im April:
Die anderen zwei Sorten Kartoffeln wurden vergraben. Da haben sich die Keime etwas länger Zeit gelassen und darum wurden sie später gesetzt.
Alle Kartoffelsorten schauen gut aus bisher und wurden von uns auch schon angehäufelt.

Blumenwiesenstreifen am Parzellenrand für das Insekten-Bed-and-Breakfast. Hatte ich anfangs mit Vlies abgedeckt nachdem sich gleich ein paar Amseln auf den reich gedeckten Tisch gestürzt haben. Das Vlies habe ich nach einem Monat abgenommen und jetzt ist dort auch gar nichts mehr.

Mairübchen, weil die letztes Jahr so super geschmeckt haben. Beim letzten Besuch war nichts zu sehen.

Im Mai direkt am Feld gesät:
Stangenbohnen und Feuerbohnen um die einzelnen Stangen meines Bohnentipis herum. Davon ist bisher noch keine Pflanze zu sehen. Außerdem habe ich 6 Bohnenpflanzen am Fensterbrett  vorgezogen und dazugesetzt. Davon gibt es noch zwei.

Zuckererbsen und Buschbohnen habe ich noch einmal gesät. Da waren einige neue Pflänzchen zu sehen. Mal schauen ob sie überleben.

Der kleine Krautgärtner hat beim letzten Besuch noch eine Unmenge an Zwiebeln eingepflanzt und wir hoffen, dass die jetzt überleben.

Also insgesamt scheinen wir irgendwelche wilden Tier zu füttern nachdem so gar nichts gedeihen will. Für große Ursachenforschung habe ich im Moment wenig Zeit. Fakt ist, dass es nicht am Saatgut liegen kann, da ich ja einiges parallel oder zeitversetzt im Schrebergarten ausgesät habe und dort ernten wir schon fleissig. Aber das muss man sportlich sehen. Dieses Jahr war das Frühjahr natürlich auch extrem feucht und kalt und damit optimal für das Schneckenwachstum. Da haben wir halt einen Garten, der unseren Speiseplan bereichert und einen, der zur Wildtierfütterung dient.

Vielleicht liegt es auch an der speziellen Lage des Krautgartens mitten zwischen Wohngärten, dass Schnecken und ähnliches Getier von dort einwandert. Die freuen sich bestimmt, dass wir für reichlich Nahrungsnachschub sorgen. Ich habe mich letzte Woche mit einer Sonnenackerin unterhalten. Der Acker ist ein richtiger Acker ohne Wohnbebauung aussenrum und Schnecken haben die eigentlich nur am Ackerrand.

Ich habe hier noch ein paar Samen rumschwirren, die man auch im Juni noch säen kann. Vielleicht starte ich demnächst noch einen Versuch  auf den brachliegenden Flächen, wo nichts aufgegangen ist. Falls wieder nichts wächst, kann es nächstes Jahr nur noch besser werden.

Übrigens sind in diesem Post deswegen so wenige Fotos weil sich "wächst nicht" irgendwie sehr schwer aufs Bild bannen lässt.

Wie schauts bei Euch aus? Füttert Ihr auch freilebende Tiere oder landet was auf dem Teller.







Samstag, 23. Mai 2015

Der Mörder ist immer der Gärtner...

...und der schlägt erbarmungslos zu!
Das war in vielen Krimis der 60er-Jahre so und es ist auch der Titel eines Liedes von Reinhard Mey.

Auch wenn ich grundsätzlich ein friedliebender Mensch bin, spätestens nach den sintflutartigen Regenfällen der letzten Tage und der damit einhergehenden ebenso sintflutartigen Vermehrung der Schneckenpopulation erwacht das Mörder-Gen in mir.

Wahrscheinlich handelt es sich bei den Nacktschnecken um die elfte biblische Plage, die mit leichter Zeitverzögerung wirksam wurde.
Ein komplett abgefressenes Tomatenpflänzchen. 

Montag, 18. Mai 2015

Gemüsewohlfühloase

Und wie wohl sich das ausgesäte bzw. gepflanzte Gemüse in seinen Hochbeeten fühlt! Den Radieschen kann man tatsächlich - von oben - beim Wachsen zusehen.

Dienstag, 28. April 2015

Der Inbegriff des Spießbürgertums

Ein mit der Nagelschere gepflegter Rasen, mit dem Lineal ausgerichtete Blumenbeete und mittendrin der obligatorische Gartenzwerg. Dazu links und rechts pedantische Rentnerpaare, die ihre Nachbarn sofort beim Vorstand denunzieren wenn ein Gänseblümchen in der Wiese wächst...

Das war wohl lange Jahre die Vorstellung der Allgemeinheit über den gemeinen Schrebergärtner. Gott sei Dank hat sich im Zuge des Urban Gardening Trends auch dieses Image radikal geändert. Denn auch wenn ich schon langsam anfange, die Nagelschere zu schleifen, verwahre ich mich gegen die Unterstellung spießig zu sein :-)


Donnerstag, 16. April 2015

Krautgartenexperiment #1 2015 - Update

Fo faut daf fertige Fild auf dem Feld auf. Und wenn diefe blöde Erkältung wieder vorbei ift, ich wieder auf den Augen fauen und vernünftig fprechen kann und nicht mehr hufte wie ein Floffhund, dann kann ich auch endlich einen Teil der vorgefogenen Pflanfen, die fon faft die Fenfterbank fprengen aufpflanzen. Fwei der drei Kartoffelforten bilden auch fon munter Keime und gehören dringend in die Erde.
Neue Filder kann ich dann auch machen. Daf Unkraut wollte nämlich feltfamerweife keiner kaufen...
Ich feige auch nicht mit dem Finger auf den, der mich angefteckt hat, fonft befwert fich der kleine Krautgärtner wieder: "Immer bin ich an Allem schuld!"

Sonntag, 22. März 2015

Krautgarten- und Fensterbank-Update

Von den letztjährig Ende Oktober eingepflanzten bzw. ausgesäten Pflanzen kommt jetzt langsam einiges zum Vorschein:
  • Dicke Bohne "Aguadulce Claudia" sind jetzt 4 Triebe da. Ich hoffe, da tut sich noch mehr, denn die letztmögliche Aussaat wäre laut Packung im Januar gewesen. Ich hatte schon auf eine bessere Keimungsrate gehofft. Wenn nichts mehr passiert, muss ich mir für die Lücken etwas überlegen.
  • Von der Erbse "Feltham First", die für die Frühernte gedacht war, zeigen sich 3 Stück. Sollte auch etwas mehr sein.
  • Bei den Erdbeeren hadere ich noch etwas, weil ich nicht mehr so genau weiß wo ich sie eingesetzt habe. Neben dem Knoblauch (da bin ich mir sicher) schauen die Triebe noch etwas mickrig aus, sind aber gut zu erkennen. Am Parzellenrand wächst etwas, was von der Blattform her nach Erdbeeren ausschaut. Allerdings befürchte ich, dass es sich hier eher um Giersch handelt, da ich mich wirklich nicht mehr erinnern kann, dort Erdbeeren gepflanzt zu haben.
    Mit dieser ausgeprägten Gärtnerdemenz muss ich dringend meine Aufzeichnungen noch verbessern.
  • Von den zwei Sorten Wintersalat "Arctic King" und "Valdor" ist gar nichts zu sehen. Ich habe jetzt noch einen Versuch mit den Samen auf der Fensterbank gestartet. Aber wenn sich da nicht bald was tut, suche ich mir andere Salatsamen für die Aussaat ab Frühjahr und fülle die Reihen damit auf. Wäre ja zu schön gewesen, wenn der Wintersalat vor den Schnecken und Drahtwürmern reif gewesen wäre. Habt Ihr Erfahrung mit Wintersalaten in unseren Breitengraden oder ist das doch eher was für die Briten?

Freitag, 20. März 2015

Die kalte SoFi

Gemüse und Blumen bringt man doch eher mit der kalten Sophie in Verbindung. Aber der Titel ist kein Schreibfehler.

Angesteckt vom allgemeinen SoFi-Hype sind wir dann doch schon gestern abend auf die Suche nach den Brillen von 1999 gegangen. Vor allem hieß es gestern auch plötzlich, dass der kleine Krautgärtner in der Schule nur mit SoFi-Brille raus darf zum Schauen. Davor war die Info, dass SoFi schulisch nicht stattfindet. Wir haben schließlich 10 verschiedene 3D-Brillen entdeckt. Von den 1999er-Brillen jedoch keine Spur (die finden sich bestimmt am Wochenende). Besonders blöd, weil in ganz München und Umgebung keine Schutzbrillen mehr zu bekommen waren.

Ein Bekannter hatte Mitleid mit dem armen Kind und uns eine seiner alten Brillen abgetreten. Puh, der wichtigste Mensch in der Familie war versorgt. Der Freitag und wahrscheinlich das ganze Wochenende wären im A.... gewesen wenn er als Einziger in der Schule keine gehabt hätte.