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Samstag, 23. Mai 2015

Der Mörder ist immer der Gärtner...

...und der schlägt erbarmungslos zu!
Das war in vielen Krimis der 60er-Jahre so und es ist auch der Titel eines Liedes von Reinhard Mey.

Auch wenn ich grundsätzlich ein friedliebender Mensch bin, spätestens nach den sintflutartigen Regenfällen der letzten Tage und der damit einhergehenden ebenso sintflutartigen Vermehrung der Schneckenpopulation erwacht das Mörder-Gen in mir.

Wahrscheinlich handelt es sich bei den Nacktschnecken um die elfte biblische Plage, die mit leichter Zeitverzögerung wirksam wurde.
Ein komplett abgefressenes Tomatenpflänzchen. 

Donnerstag, 26. März 2015

Eine ganz andere Tomate

Seit Dezember letzten Jahres bekommen wir ab und an Besuch von einer Katze. Eines Tages stand sie morgens beim Frühstück vor der Terassentür und schaute rein. Bis vor zwei Jahren hatten wir selbst noch einen Maine Coon Kater namens Caruso. Im Alter von 17 Jahren mussten wir ihn leider einschläfern lassen und wir vermissen ihn immer noch schrecklich. Von Caruso haben wir noch ein paar Katzenleckerlis übrig, mit denen wir dann die Terassenkatze herangelockt haben. Anfangs sehr schüchtern wurde sie bei den späteren Besuchen immer zutraulicher bis sie sogar ins Haus kam.

Seitdem steht immer ein Schüsselchen mit Trockenfutter in der Küche (fast so wie früher). Ein paar von Weihnachten übrige Geschenkbänder haben wir an einen Stuhl gebunden und die funktionieren jetzt wie so ein Spielbogen für Babys. Die Katze fand das offenbar ziemlich toll und kam eine Zeitlang im Winter ganz regelmäßig morgens vorbei, hat sich die Wampe vollgeschlagen, ihr persönliches Katzenspielcenter genutzt und sich anschließend ein paar Stündchen auf dem Teppich schlafend aufgewärmt (geht Klasse mit Fußbodenheizung).


Es kam der Frühling und unser Gast war verschwunden. Anscheinend war es jetzt draussen warm genug und die Fußbodenheizung nicht mehr erforderlich. Das war der Zeitpunkt als sie den Namen "treulose Tomate"bekommen hat. Auf Dauer ist der komplette Name etwas sperrig und wurde auf Tomate abgekürzt.



Gestern stand sie auf einmal wieder vor der Tür als ob nie etwas gewesen wäre. Same procedure as every time (also Wampe, Entertainment usw.). So ganz hört sie noch nicht auf Tomate. Aber das kann sich ja noch ändern. Caruso war immer sehr lernfähig wenn es ums Fressen ging. Das bekommen wir hin.

Wir haben keine Ahnung wo Tomates eigentliches Zuhause ist. Ich habe sie nur einmal spät abends eine Straße weiter laufen sehen. Als sie mich entdeckt hat, hat sie schnell die Straßenseite gewechselt. Hallo? Ich bin die mit dem warmen Fußboden... Treulose Tomate!!!!

Etwas andere Gasttiere gibt es in Leipzig. Dort kann man für mindestens vier Wochen die Patenschaft für 4 Hühner übernehmen. Die Stadtpflanzer stellen alles für die Hühnerhaltung bereit und los gehen kann es im heimischen Garten. Bei uns habe ich ein derartiges Angebot leider noch nicht gefunden. Das Gesicht der Nachbarin, die dem kleinen Krautgärtner nicht einmal ein Baumhaus vergönnt, möchte ich sehen, wenn bei uns ein Hühnerquartett aufschlagen würde ;-)


Dienstag, 12. August 2014

Petersilie über Petersilie

Während ich das Basilikum anscheinend hauptsächlich zur Freude der Schnecken angepflanzt habe, bleibt die Petersilie unbehelligt von allen Schädlingen und bereichert den Speiseplan. Die Petersilie läßt sich wunderbar zu Pesto (nachdem das Basilikum von anderen vertilgt wird) oder in arabisch angehauchten Salaten verarbeiten.

Linsensalat arabische Art

ca. 100 g rote Linsen gekocht
3-4 Tomaten
Saft einer Zitrone
Olivenöl
2-3 Knoblauchzehen
Kreuzkümmel
1-2 Bund Petersilie

Tomaten klein schneiden
Petersilie hacken
Alle Zutaten vermischen und z.B. mit Rosmarin-Kartoffeln aus dem Backofen und einem grünen Salat geniessen.




Samstag, 2. August 2014

Wild-Tomate JoHa Spoon

Diese Wildtomate ist eine der Pflanzen, die ich herausgesucht hatte, weil man sie nicht im Laden kaufen kann. Sie wurde als reichtragende Kindertomate mit 1.000 bis 2.000 Früchten angepriesen. Als Freilandtomate geeignet, robust gegenüber Pilzkrankheiten und pflegeleicht weil man nicht einmal ausgeizen muss. Das klang nach der perfekten Tomate für faule Krautgärtner. Heute war tatsächlich die erste Mini-Mini-Tomate reif und rücksichtslos meinem Kind gegenüber wie ich nunmal bin, habe ich sie gleich an Ort und Stelle verspeist (bitte nicht verraten). Geschmeckt hat sie leicht süßlich und ich warte jetzt auf die Reifung der kommenden 1.999 Tomätchen.
Warten tu ich allerdings daheim nachdem sich über dem Feld schon wieder das nächste Gewitter zusammengebraut hat.