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Freitag, 13. Mai 2016

Igitt!

Da wollte ich nur eine Regenpause ausnutzen und mal im Schrebergarten nach dem Rechten sehen. So gar nicht eingeplant war, dass ich völlig durchweicht wieder nach Hause kam. Man glaubt gar nicht wie nass man die paar Meter auf dem Radl werden kann - igitt! 

Aber immerhin konnte ich feststellen, dass den Pflanzen der Regen wesentlich besser gefällt als mir. Die Mangoldpflänzchen und alle verschiedenen Kohlsorten, die ich in der letzten Zeit ausgewildert habe, haben richtig glücklich ausgeschaut. 

Gar nicht glücklich haben meine Cucamelons (mexikanischen Minigurken) gewirkt. Um genau zu sein, sie haben gar nicht mehr gewirkt. Irgendwie paasen Cucamelons und ich nicht zusammen. Ich habe jetzt noch 6 Samen gefunden, die ich direkt aussäen werde. Wenn die auch wieder nichts werden, wars das. Da können mir noch so viele Leute erzählen wie pflegeleicht die Dinger alles zuwuchern...

Aber es gibt auch noch gute Neuigkeiten:
Im Insektenhotel haben sich bereits ein paar Mieter einquartiert. 

Der Schlangenkompost ist wieder (oder immer noch) bewohnt. Besseres Foto kann ich hoffentlich mal in Ruhe ohne gegossen zu werden schiessen. Neben der Blindschleiche wohnt auch noch ein fetter, grün schillernder Käfer (Rosenkäfer?) darin.


Die Salatversorgung scheint fürs erste sichergestellt zu sein. Das ist mein geliebter Freckles (Forellenschluss). Die ersten drei sind letzte Woche schon in der Salatschüssel gelandet damit sich der Rest besser ausbreiten kann. Ganz lustig finde ich immer die sehr gesprenkelten Exemplare.  
 

Und an der Zierblumenfront tut sich auch etwas. Die Allium sind im Laufe der letzten Tage nacheinander aufgegangen und machen sich wirklich gut zwischen den Lavendel- und Rosmarinbüschen. 


Mit ein paar frischen Thymian- und Oreganozweigen habe ich mich dann auf den feuchten Heimweg gemacht. 

Wenns nach mir ginge, sind die Pflanzen jetzt fürs Erste glücklich genug und ich könnte mal wieder Sonne vertragen. Aber ich befürchte, dass zumindest wir im Süden noch eine Weile auf Sonne warten müssen.



Freitag, 15. Mai 2015

Kreisch-Update

Der erste Gang im Schrebergarten führt den kleinen Krautklabauter meistens zum absoluten Highlight des Gartens, dem Schlangen-Kompost - so getauft wegen der eindeutigen Zuordnung der Komposthaufen und nicht weil wir dort haufenweise Schlangen kompostieren. Bisher war ihm jedoch kein weiteres Glück einer Reptiliensichtung beschieden. Ich hatte schon frohlockt, dass wir doch keine wilden Tiere sondern nur einen etwas überdimensionierten Regenwurm beherbergen.

Gestern Nachmittag bei Dauernieseln musste er seinen Kontrollgang verschieben bis wir uns auf den Heimweg gemacht haben. Und siehe da - im Kompost logieren mindestens zwei Schlangen. Photo gibts wieder keines weil Mama zu langsam. Also ausnahmsweise ein Post mit ohne Photo. Aber dieses Mal habe ich zumindest eine Schlange zurück in die Untiefen des Komposts verschwinden sehen. Aus einem Schlangenhinterteil lässt sich jetzt eher wenig auf die Art rückschliessen aber wahrscheinlich handelt es sich um eine (mehrere) Ringelnatter(n).

Nach ein bißchen googeln vermute ich nun, dass die Schlange(n) im Kompostbehälter ihre Eier abgelegt hat weil es dort schön warm ist. Vor Oktober ist also an ein Umsetzen des Komposts nicht zu denken.

Hat irgendwer Erfahrungen mit Kompostschlangen? Vor allem wie stelle ich sicher, dass die Viecher verschwinden bevor ich sie beim Umsetzen versehentlich aufspieße? So wirklich erschütterungsempfindlich scheinen die Tiere nicht zu sein nachdem der Kompostbehälter direkt neben dem Bahngleis steht. Auch wenn ich kein Reptilien-Fan bin, möchte ich sie ungern versehentlich umbringen.

Dienstag, 5. Mai 2015

Kreischalarm im Schrebergarten

Also gut, ich gebe es gleich zu: die Überschrift entspricht nicht vollständig den Tatsachen. Aber wahrscheinlich schlägt einfach das Aufsatz-Üben langsam ein bißchen durch. Der kleine Krautklabauter und ich, oder vielleicht auch nur ich, haben gelernt, dass die Überschrift den Leser neugierig machen und nicht zuviel vom Inhalt verraten soll. Ich finde, das ist mir hier ganz gut gelungen.

Aber zurück zu den Tatsachen. Also ich hätte gekrischen gekreischt wenn ich eine Schlange entdeckt hätte und nicht der Nachwuchs. Ich bin relativ leidenschaftslos was Mäuse und Spinnen angeht. Bei Schlangen hört bei mir der Spaß allerdings auf. Ja, ich weiß, dass Schlangen in Deutschland kein Grund für Panikattacken sind weil harmlos. Ich weiß, dass sie unter Naturschutz stehen und dass ich dankbar sein sollte wenn sich eine bei mir im Garten aufhält, weil es für eine intakte Natur spricht. Alles schön und gut. Aber ich mochte Schlangen noch nie besonders und dieser eine Trip nach Australien wo wir jeden Tag mindestens ein, manchmal sogar bis zu fünf Exemplare gesehen haben, hat meine Leidenschaft nicht gerade befeuert. Vielleicht - aber nur sehr vielleicht - könnte ich mich mit den Viechern anfreunden, wenn ihre Hauptnahrung aus Nacktschnecken bestünde.