Montag, 10. August 2015

Wenn die Finger nach Minze riechen ...

... dann war ich ziemlich sicher beim Unkraut jäten auf dem Feld. Handschuh-Fan bin ich überhaupt nicht und nur wenn viel stacheliges Unkraut zu entfernen ist ziehe ich welche an.

Überall am Feld spriessen kleine Minzetriebe raus und die Hände duften umwerfend nach Minze wenn man diese Triebe rausrupft. Weniger umwerfend ist allerdings die Optik der Hände anschließend. Das Dilemma wie der Dreck ohne Minz-Geruchs-Verluste wegzukriegen ist, konnte ich leider noch nicht ganz lösen.



Meine persönliche Idealvorstellung: mit einfachen Mitteln selbst herzustellen, gut reinigend, pflegend für die Hände und mit unwiderstehlichem Minzduft. Rezepte für sogenannte Handscrubs gibt es im Netz wie Sand am Meer und man weiß fast gar nicht mehr was man jetzt anrühren soll.

In meiner Kindheit hat mein Vater immer Waschpasten aus der Werkstatt mitgebracht. Die haben jeden Schmutz von den Händen gewaschen. Allerdings möchte ich gar nicht mehr wissen welche Schadstoffe darin enthalten waren um derart effektiv zu reinigen. Ein bißchen mehr "Bio" sollte das neue Reinigungsmittel schon sein. Also nur natürliche Zutaten. Pflegend bedeutet irgendwie rückfettend mit Öl oder ähnlichen Inhaltsstoffen. Das größte Problem ist der Minzduft. Meine ätherischen Minzöle riechen nämlich anders als die Minze auf dem Feld. Ich werde weiter experimentieren und berichten.

Weil die Hände ab und an aber auch vor Beendigung der Experimente eine gründliche Säuberung brauchen, behelfe ich mir momentan mit einer Ratz-Fatz-Handwaschpaste mit Pfirsichduft. (Wer mich kennt, weiss, dass ich sowieso ein großer Freund bin von allem was schnell geht und trotzdem effektiv ist.) Zusammen mit einer Nagelbürste aus Holz und Naturborsten von der Auer Dult ist das Ergebnis schon mal ganz gut. Den pflegenden Aspekt bekomme ich durch das Aufbrauchen der diversen geschenkten Handcremes der letzten Jahre ganz gut hin.

Rezept für Ratz-Fatz-Handwaschpaste

Zucker
gut riechendes Spülmittel 

 Zucker ca. 2 Finger hoch in ein Marmeladenglas füllen 
diesselbe Menge Spülmittel darauf träufeln
Zucker und Spülmittel gut verrühren und Prozedur wiederholen bis das Glas voll ist
Die Paste soll gerade nicht bröselig sein aber auch nicht zu flüssig.


Et voilà - fertig! Ich war ja anfangs etwas skeptisch weil ich Zucker eher mit dem Attribut klebrig belegen würde. Aber keine Spur von klebrig oder pappig. Die Paste bekommt tatsächlich eine leicht cremige Konsistenz. Ein kleiner Klecks und der Gartendreck lässt sich schön abrubbeln. Ganz zart Besaitete können sogar die Wurzelbürste weglassen.

Wenn man das Marmeladenglas noch ein bißchen aufhübscht mit einem netten Etikett und einer Schleife, dann hat man auf die Schnelle ein Mitbringsel, über das sich jeder Gärtner freut.

Und für die Dreckfüße der Gärtner gibt's bei der Krautgarten-Manufaktur ein tolles Rezept für ein Fußpeeling.

Kommentare:

  1. Wenn ich richtig schmutzige Hände habe und die feinen Rillen in den Händen auch nach dem Waschen noch schwarz sind (was vor allem im Frühling schon mal vorkommt) nehme ich Olivenöl und Zitrone.
    Sicher könntest Du das Olivenöl mit Minzeduft anreichern. Ich tauche die Hände nach dem Waschen und Trocknen in Olivenöl-Zitrone-Mischung und streife dann ganz fix diese ganz dünnen Chirurgen-Handschuhe drüber. Dann damit eine Weile rumlaufen (oder lesen ist noch besser), damit Öl und Zitrone wirken können. Danach sind auch die schlimmsten geplagten Gärterinnen-Hände wieder zart und sauber.
    Dasselbe kann man als Fußbad für schwielige Füße anwenden. Wirkt Wunder.
    Viele Grüße von Renate

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    1. Liebe Renate,
      danke für den Tipp. Beim nächsten Einkauf nehme ich mal Handschuhe mit und teste.
      Herzliche Grüße, Angela

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  2. Ich trage auch nicht gern Handschuhe, aber nach ein paar unguten Erfahrungen ziehe ich sie jetzt doch öfter an. Man kann sich böse Infektionen holen bei ungeschützten Händen, Stacheln lauern leider überall. Jedenfalls in unserem Garten...
    Wir haben nur die gewöhnliche Handwaschpaste im Haus, da mein Mann sie fürs Auto & Co. benutzt, aber ein gutes Gefühl habe ich auch nicht dabei. Sollte vielleicht selbst welche herstellen. Danke für das Rezept! - Die Folie habe ich auf dem Glas, weil einige Fliegen sonst doch wieder flüchten. ;-)

    Liebe Grüße
    Sara

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  3. Gott sei Dank wurde ich bisher von stacheligen Erlebnissen verschont. Vielleicht sollte ich aber doch mal meinen Tetanusschutz überprüfen...
    Herzliche Grüße, Angela

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